Die Brücke am Kwai

Die Brücke am Kwai

Detailinformationen:

 Die Brücke am Kwai
 
Diese berühmte Brücke, die den Kwai-Yai-Fluss überquert, liegt ungefähr 4 km nördlich der Stadt Kanchanaburi. Die ursprüngliche Brücke, die von den Kriegsgefangenen zusammengebaut wurde, war zunächst von der japanischen Armee auf Java abgebaut und nach Thailand gebracht worden. Diese Brücke wurde jedoch im Jahre 1945 bei Bombenangriffen zerstört. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Brücke in weiten Teilen neu gebaut. Nur die Rundbögensektionen sind noch original. Ungefähr 16.000 Kriegsgefangene und 49.000 Zwangsarbeiter starben während des Zweiten Weltkriegs beim Bau der Brücke und der Todesbahn, mit der die Japaner Thailand und Burma verbinden wollten. Die Streckenführung der Todesbahn wurde über weite Teile in den Fels gehauen. Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter wurden an steilen Klippen abgeseilt und bohrten Löcher in den Fels, in die sie dann eine Ladung Dynamit stopften. Sie setzten dann die Zündschnur in Brand und versuchten so schnell wie möglich am Seil hinaufzuklettern. Waren sie beim Raufklettern nicht schnell genug, überlebten sie die folgende Explosion nicht. Die japanischen Wachtposten kümmerte dies wenig, da es ja genug Nachschub an Kriegsgefangenen gab. Zur Zeit, als die Kriegsgefangenen die Todesbahn bauten, war das gesamte Gebiet fast undurchdringlicher Dschungel und erst die Todesbahn machte die landwirtschaftliche Erschliessung dieses Landesteils möglich, da auf ihr die Erzeugnisse in die thailändische Zentralebene transportiert werden konnten.
 
Während eines Tagesausfluges zur Brücke am Kwai fahren Sie auch ein Stück mit diesem Zug. Die Strecke ist sehr interessant und führt durch das landwirtschaftliche Thailand nördlich von Bangkok. Man ahnt hier, warum Thailand mit bis zu drei Ernten pro Jahr einer der großen Nahrungsmittelexporteure dieser Erde ist.
Niemand war in Thailand, wenn er nicht ein paar Tage die Hauptstadt Bangkok genossen hat.
 
Auf der Strecke kann man das sogenannte JEATH Museum besuchen.
Das Wort JEATH ist eine Abkürzung, bestehend aus den Anfangsbuchstaben der im 2. Weltkrieg in diesem Gebiet verwickelten Länder :
JAPAN, die Besatzungsmacht, unter deren Kontrolle Kriegsgefangene aus
ENGLAND,
AUSTRALIEN und AMERIKA sowie
HOLLAND die (damals sogenannte) TODESEISENBAHN bauten und
THAILAND, das besetzte Land, welches sehr viele Unannehmlichkeiten durch seine japanischen "Gäste" hinnehmen musste.

Es soll auch das englische Wort DEATH (Tod) ersetzen. das zu unheimlich klingt (aber dennoch Berechtigung hätte).

1977 wurde dieses (zum Teil Freilicht-) Museum vom damaligen Oberhaupt des WAT CHAICHUMPOL. Abt Ven. Phratheppanyasuthee, eröffnet.
Es birgt verschiedenste Fundgegenstände aus der Zeit zwischen 1942-1943 zu der Kriegsgefangene der erwähnten Länder zum Bau der Todeseisenbahn eingesetzt waren.
Das erste was Sie bei Ankunft im Museum besichtigen können, ist ein originalgetreuer Nachbau einer aus Bambusholz gefertigten Unterkunftsbaracke für die damaligen Gefangene. In dieser Baracke sind Fotografien und Bilder ausgestellt, die zum größten Teil von ehemaligen Gefangenen stammen oder von Thais gemacht wurden. Die japanischen Besetzer verboten ihren Gefangenen, Aufzeichnungen jeglicher Art zu machen aus Angst vor Bekanntwerden Ihrer schlechten Behandlungsmethoden. Auch die ebenfalls ausgestellten Zeitungsartikel und Interviews von Ex - Kriegsgefangenen, ihrer Angehörigen und Freunde dokumentieren eindrucksvoll die grausamen Verhältnisse mit denen die Kriegsgefangenen fertig werden mussten. Zu guter Letzt sehen Sie verschiedene Waffen, Ausrüstungs - und Eßgegenstände sowie vieles andere, was in den Lagern in diesem Gebiet gefunden wurde. Auch die Bombe, mit der die Brücke über den River Kwai zerstört werden sollte, um den Versorgungsweg der Japaner nach Burma zu unterbrechen ist hier zu sehen.

Die TODESEISENBAHN
Die zur damaligen Zeit als Todeseisenbahn bezeichnete Strecke war der 415 km lange, strategische Versorgungsweg für die japanischen Armee von Thailand nach Birma -- 263 km davon verliefen in Thailand. 152 km in Birma . Im September 1941 begann man mit dem Bau auf thailändischer Seite. Auch von Burma aus begann man zu bauen und beide Seiten trafen im Spätherbst 1943 am DREI PAGODEN PASS, im nördlichsten Teil der Provinz KANCHANABURI aufeinander. Nach den ersten Plänen von japanischen Ingenieuren für den Streckenbau, sollte die Bauzeit 5 Jahre betragen, doch die japanische Armee trieb ihre Gefangenen brutal und unerbittlich an, so dass nach 16 Monaten die Strecke fertiggestellt war. Neben ca. 30.000 Kriegsgefangenen der bereits erwähnten Länder waren zur Arbeit auch ca. 100.000 Gefangene aus Indien, Malaysia, Singapur, Burma und Thailand eingesetzt. Von beiden Gruppen starben mehr als die Hälfte der Menschen aufgrund von Unterernährung, Tropenkrankheiten, harter Arbeit und schlechten Behandlung durch die Angehörigen der japanischen Armee .
 
Vor einem Besuch der Brücke sollten man sich einmal zu Hause den Oskargekröhnten Film "Die Brücke am Kwai" ansehen.
Nichts von dem, was man im Film sieht, entspricht landschaftlich und baulich der Wirklichkeit.

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