Istrien - die Perle Kroatiens
Istrien - die Perle Kroatiens
Land: Kroatien
Thema: Badevergnügen | Natur
Telefon: 07631/799026
Datum: 20 Oktober 2009
Als das Land noch Jugoslawien hieß, waren wir das erste Mal in Istrien. Nun, viele Jahre später, wollen wir doch mal sehen, ob und wie viel sich verändert hat. Schliesslich ist in den letzten Jahren mit diesem Land sehr viel passiert. Nach einer langen aber unkomplizierten Autofahrt erreichten wir unser Ziel in Rabac. Das Hotel liegt direkt an der Küste: Kristallklares Wasser, sehr saubere Kiesstrände und eine ruhige, grüne Umgebung. Genau das, was wir wollen. Vom Hotel führt eine wunderschöne Promenade direkt ins Zentrum von Rabac. Zu Fuß sind es ca. 30 Minuten immer direkt am Meer entlang. Die Lauffaulen können eine kleine Bimmelbahn benutzen, die in regelmäßigen Abständen hin und her fährt. Rabac ist noch ein kleines Dorf mit einem Dorfplatz, kleinen Geschäften, gemütlichen Restaurants und Kneipen. Es ist zu hoffen, dass dies auch so bleibt, denn durch die umgebenden Berge ist die Ausbreitungsmöglichkeit sehr begrenzt. So hat man noch die Möglichkeit in aller Ruhe den Fischern bei ihrer Arbeit im Hafen zuzuschauen oder einfach nur in einer Kneipe zu sitzen und das Flair und den Trubel auf sich wirken lassen. Die nächst größere Stadt ist Labin, das zwar keine grossen Highlights bietet, aber mit seiner pittoresken Altstadt zum Bummeln einlädt. Wir machen uns auf, die Halbinsel zu erkunden. Das erste Ziel ist Pula, die alte und früher wichtigste Hafenstadt in Istrien. Schon die alten Römer erkannten die Vorzüge der exponierten Lage und hinterließen - sehr zu unserer Freude - ein wunderbares Amphitheater, in dem noch heute Theater gespielt wird, Konzerte und andere Veranstaltungen stattfinden. Am Hafen kann man in aller Ruhe eine Tasse Kaffee trinken oder ein kleines Mittagessen zu sich nehmen. Ein wahres Kleinod an der Küste ist Rovinj. Diese sehr italienisch anmutende Stadt wird vor allem durch ihre venezianische Vergangenheit geprägt. Überall in den Gässchen und Gassen begegnet man dem venezianischen Löwen. Allein für dieses Städtchen sollte man reichlich Zeit einplanen, damit man die gelungene Komposition zwischen Land und Meer in aller Ruhe entdecken kann. Eine zweite Tour führt uns über Land. Einfach fahren und halten, wo es einem gefällt. Die kleinen Dörfer am Straßenrand und in den Bergen bieten einige Überraschungen, wie zum Beispiel der kleine Flecken Gracisce. Von hier aus hat man einen wunderbaren Ausblick auf die umliegende Landschaft, man kann ehemalige Patrizierhäuser bestaunen und den alten Friedhof besuchen. Die Weiterfahrt führt zum Verwaltungszentrum des kroatischen Teils Istriens, nach Pazin. Das Wahrzeichen dieser Stadt ist das Kastell, das sich 120 m hoch über dem Flüsschen Fojba erhebt. Ein Besuch des Ethnographischen Museum ist ebenfalls lohnenswert. Noch ein kleiner Tipp: ca. 5 km liegt das kleine Dorf Beram. 1 km außerhalb des Dorfes gibt es eine Friedhofskapelle mit sehr gut erhaltenen Fresken aus dem 15 .Jahrhundert, die den berühmten „ Totentanz" darstellen. Vom Papst bis zum Bettler tanzt jeder mit dem Tod und wird so an seine irdische Vergänglichkeit erinnert. Die Hafenstadt Porec bezaubert durch ihre Altstadt, die auf einer Halbinsel liegt, und mit seiner Basilika aus dem 6.Jahrhundert. In der Basilika werden heute römische Mosaike ausgestellt und vom Glockenturm hat man einen schier unendlichen Blick über Stadt, Landschaft und Meer. Viel hat sich nicht in Istrien verändert. Die Städtchen sind noch immer heimelig, die Menschen sehr gastfreundlich und das Meer glasklar. Die Geschichte hat es gut gemeint mit diesem Fleckchen Erde, das sicher für einen weiteren Besuch gut ist.


