Kuba - Königin der Antillen
Kuba - Königin der Antillen
Land: Kuba
Thema: Fernreisen
Telefon: 07151/930900
Datum: 10 August 2011
Kuba - Königin der Antillen
Im Mai 2010 hatte ich Gelegenheit, an einer Seminarreise nach Kuba teilzunehmen.
Auf die Reise hatte ich mich sehr gefreut, war es doch mein 1. Besuch in der Karibik überhaupt. Von München sind wir am Vormittag nach Santa Clara geflogen, einer Stadt, fast genau im Zentrum Kubas gelegen.
Sommerliche 28 Grad, Wind und recht hohe Luftfeuchtigkeit empfingen uns , als wir nach unserer Ankunft am Nachmittag die Gangway hinunterschritten. Auf meiner Stirn hatten sich bald unzählige kleine Schweißperlen gebildet. Doch in den nächsten Tagen sollte ich mich gut an dieses Klima gewöhnen.
Die durchschnittliche Temperatur auf Kuba beträgt 25 Grad. Die Trockenzeit ist von November – März. In den Monaten Mai – Oktober muss öfter mit Regenfällen gerechnet werden. Zwischen Juni und November kann auch mal ein Hurrikan über die Insel fegen.
Unsere Gruppe wurde sehr herzlich empfangen. Tanzgruppen in farbenfrohen Kostümen spiegelten die Lebensfreude der Kubaner wider.
Zum Leben der kubanischen Bevölkerung gehören viele Feste. Ein Höhepunkt ist der Karneval.
Erstes Ziel auf Kuba sollte Cayo Santa Maria sein, welches zu einer faszinierenden Inselwelt gehört, die der Nordküste Kubas vorgelagert ist und als „Gärten des Königs“ bezeichnet werden.
Unterwegs haben wir auf einem Landgut zu Mittag gegessen und uns bei Hühnchen, Reis und lecker frittierten Bananenscheiben für die Weiterfahrt gestärkt.
Auch einige landwirtschaftliche Einrichtungen haben wir besichtigt.
Über einen 50 km langen Damm, der das Festland mit Cayo Santa Maria verbindet, erreichten wir am Abend schließlich unser Hotel „Melia Las Dunas“. Das „Melia Las Dunas“. Landeskategorie 5 Sterne, liegt direkt am weißen Traumstrand und ist von einem herrlichen Garten umgeben. Es hat 925 Zimmer, die sich in kleinen Gebäuden harmonisch im Garten verteilen. Den Gast erwarten geräumige Zimmer, kulinarische Vielfalt in mehreren Spezialitätenrestaurants, 2 schön gestaltete Pools und ein abwechslungsreiches Unterhaltungsangebot.
Bei einem karibischen Barbecue klang unser 1.Tag auf der schönen Antilleninsel aus.
Am 2.Tag stand für unsere Gruppe ein Katamaranausflug auf dem Programm. Entlang unzähliger kleiner, flacher Mangroveninseln, die typisch für diese Region sind, ging es hinaus aufs Meer. Unterwegs hatten wir Möglichkeiten zum Schnorcheln und Schwimmen.
Zum Mittagessen hat uns die Crew mit frischen Meeresfrüchten verwöhnt.
Später haben wir auf einer kleinen Insel Halt gemacht , sind am weißen Puderzuckerstrand entlanggelaufen und haben sogar einen Seestern entdeckt. Außerdem konnten wir zahlreiche Vögel beobachten. Die Cayos sind ja Heimat einer reichen Vogelwelt, zu der auch Flamingos und Pelikane gehören.
Am Abend sind wir etwa 20 Minuten am Strand entlanggelaufen zu einem Hotel, das wiederum ein Barbecue für uns vorbereitet hatte – ein sehr angenehmer Spaziergang.
Immer wieder haben uns Musiker auf unserem Weg mit karibischen Rhythmen unterhalten. Während des Barbecues wurden regionale Handwerkstechniken vorgestellt. So konnten wir Zigarrendrehern über die Schulter schauen und Glücksbändchen erwerben. Zu heißen Karibikrhythmen einer Band konnte getanzt werden. Gegen Mitternacht hat schließlich jeder eine Blume in einem Boot dem Meer übergeben, welche für einen ganz persönlichen Wunsch stand…
Am nächsten Tag erwartete uns eine kleine Landpartie. Von Cayo Santa Maria sind wir in westlicher Richtung nach Varadero gefahren.
Wieder haben wir den langen Damm zum Festland hin überquert. Unser Reiseleiter hat uns erklärt, dass die Cayos ein reines Touristengebiet sind und die kubanische Bevölkerung hier keinen Zutritt hat.
An Land sind mir einige Hochhäuser aufgefallen, die ein wenig an sozialistischen Wohnungsbau, wie es ihn eben auch in der DDR gab, erinnerten. Hier ist einiges übernommen worden.
Ebenfalls ist mir aufgefallen, dass man sich nach spanisch noch eher deutsch als englisch verständigen kann. Auch in Hotels wird oft nicht allzu gut englisch gesprochen. Eher gibt es deutschsprachige Mitarbeiter. Viele Kubaner, die jetzt im Tourismus arbeiten, hatten in der DDR eine Ausbildung gemacht und hier eben auch deutsch gelernt.
Unsere Reiseleiter waren stets sehr gut ausgebildet. Generell gilt das Bildungsniveau auf Kuba als das Höchste im karibischen Raum.
Der Tourismus ist eine der attraktivsten Verdienstmöglichkeiten.
Das Inselinnere Kubas ist sehr grün und recht dünn besiedelt. Insgesamt hat die Insel etwa 11 Millionen Einwohner.
Autoverkehr gibt es im Inselinneren kaum.
Immer wieder fallen einem Eisenbahnstrecken auf.
Zu Mittag gegessen haben wir während unserer Fahrt nach Varadero wiederum auf einem netten Landgut, wo es zahlreiche Tiere, wie Pferde gab.
In der kubanischen Küche haben europäische Eroberer, afrikanische Sklaven und amerikanische Gäste Spuren hinterlassen. Als Vorspeise gab es oft eine Gemüsesuppe oder Obstsalat, als Hauptgericht sehr große Fleischportionen, meist vom Schwein sowie Reis und schwarze Bohnen aber auch knusprige Gemüsebananen. Es wird wenig gesalzen. Die Nachspeisen wie Reispudding sind ausgesprochen süß.
Die Kubaner behaupten stolz hunderte von Rum-Mixgetränken erfunden zu haben, wie Mojito oder den Daiquiri, welcher mir ausgesprochen gut geschmeckt hat.
Am Nachmittag sind wir in Varadero angekommen.
Varadero liegt auf einer langgestreckten Halbinsel. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts zog es viele Reiche und Prominente in die Region, welche hier ihre Sommersitze erbauten. Nach der Revolution in den 50er Jahren wurden viele Villen enteignet. Seit Beginn der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts ist Varadero zu neuer Blüte gelangt.
Wir haben unsere Zimmer im „Paradisus Varadero Resort“, Landeskategorie 5 Sterne bezogen, einer großzügigen Anlage mit 429 Zimmern, direkt am 4 km langen Naturstrand gelegen. Der Strand ist sehr schön, jedoch von einigen Steinen durchsetzt und reicht damit nicht ganz an die Strände des Cayos heran. Auch zum „Paradisus Varadero Resort“ gehört ein traumhafter Garten mit zahlreichen Palmen, durch die das Meer schimmert. Zwischen den Palmen findet man Hängematten, in denen es sich nach einem Strandspaziergang so richtig erholen läßt. Eine attraktive Poollandschaft, ein ansprechender Fitness- und Wellnessbereich sowie 7 Restaurants, unter anderem mit japanischer Küche, gehören zum Hotel. Auch auf Familien ist das Haus eingestellt. Miniclub und Minishow am Abend werden für die kleinen Gäste angeboten. Die ebenfalls geräumigen Zimmer sollen nach und nach renoviert werden.
Am Abend haben wir uns am Pool die eindrucksvolle Show eines Wasserballetts angesehen. Dazwischen hat uns ein Ensemble mit klassischer Musik, aber auch neueren Songs, klassisch interpretiert, unterhalten.
Schließlich hatten wir noch Gelegenheit uns den eindrucksvollen Spa-Bereich unseres Hotels anzusehen und konnten eine Massage genießen.
Am nächsten Tag hatte uns die Alpinschule Innsbruck – ASI zu einer Wanderung eingeladen.
Unsere kleine Gruppe ist zunächst zum Rio Canimar gefahren. Auf dem Fluss gelangten wir dann zu einem Naturschutzge, wo wir in Begleitung eines Führers durch eine dschungelähnliche Landschaft gewandert sind. Von außen konnten wir uns eine Höhle anschauen, in die sich zahlreiche Fledermäuse zurückgezogen haben. Durch offene Löcher in der Decke können sie die Höhle gut erreichen und wieder verlassen. Ganz schöne Anstiege waren während unserer Wanderung zu bewältigen. Immer wieder sind wir aber zu unserem Boot zurückgekehrt und damit vor der nächsten Wanderung ein Stück auf dem Rio Canimar weitergefahren. So war die Tour letztlich trotz höherer Temperaturen gut zu bewältigen.
Die beiden Reiseleiter der ASI waren eine Klasse für sich, haben uns immer wieder auf interessante Details links und rechts des Weges aufmerksam gemacht, wie Ameisenhügel oder Krebse in der Nähe des Flusses. Sie erzählten, dass es auf Kuba relativ wenig Säugetiere gibt, dafür eben umso mehr Vögel. Sie berichteten auch über die Sklaverei im 18. und 19. Jahrhundert als 300 000 Sklaven auf den Zuckerplantagen schufteten. Spuren der Sklaverei, wie Reste alter Wohnquartiere, findet man noch immer.
Die ASI-Reiseleiter waren sehr um die Gruppe bemüht. So eine Reiseleitung wünscht man sich. Zum Abschluss gab es ein kleines Buffet in einer Art Baumhaus – eine sehr angenehme Atmosphäre. Nur Mücken waren hier wirklich ein kleines Problem. Vor der Reise hatte man nach den Reiseinformationen, die wir vorab erhalten hatten, schon ein wenig Angst vor einer allzu großen Mückenplage. So schlimm war es dann aber gar nicht. Natürlich ist es jedoch immer besser mit Mückenschutz entsprechend vorzubeugen.
Am Abend sind wir mit einem Katamaran zum Abendessen in ein Restaurant am Meer gefahren. Wieder wurde Musik a la Buena Vista Social Club gespielt. Während unserer Reise trafen wir ständig auf kleine Bands. Musik gehört auf Kuba einfach zum Leben.
Am nächsten Vormittag sind wir in Richtung Havanna aufgebrochen. Bevor wir die Stadt besichtigt haben, sind wir noch von Vertretern der deutschen Botschaft begrüßt worden, die den Tourismus als wichtigen Wirtschaftszweig Kubas würdigten.
Leider hatten wir in Havanna Pech mit dem Wetter. Es regnete, so dass unsere Regenponchos, welche wir zu Beginn der Reise erhalten hatten, zum Einsatz kamen.
Havanna ist wirklich eine sehr reizvolle Stadt. In den Außenbezirken sind zwar viele Gebäude renovierungsbedürftig, es gibt freilich auch klassische Mietskasernen, doch im Stadtzentrum entfaltet Havanna koloniales Flair, mit hübschen Villen und Hotels sowie attraktiven kleinen Gärten und Parks.
Die Stadt wird von der Festung Castillo de los Tres Reyes del Morro überragt. Die kilometerlange Uferpromenade Malecon, ein breiter Boulevard, gehört zu den schönsten der Welt.
Sehenswert - das Kapitol, welches an das gleichnamige Gebäude in Washington erinnert. Einst als Sitz des Senats gebaut, beherbergt es heute das Museum für Naturgeschichte.
Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion wird die Insel von einer Wirtschaftskrise beherrscht. Mit viel Mut zur Improvisation meistern die Kubaner ihren Alltag.
Die „Errungenschaften der Revolution“ bedeuten der Bevölkerung jedoch viel. Überall trifft man noch auf Spuren der Revolution, sei es mit allseits zu findenden Porträts von Fidel Castro und Che Guevara oder der hinter Glas ausgestellten Yacht „Granma“ mit der Fidel Castro mit weiteren Rebellen 1956 in Kuba anlandete.
Am Abend haben wir dann im Hotel „Melia Cohiba“, einem 5-Sterne-Spitzenhotel an der berühmten Uferstraße „Malecon“ eingecheckt. Mit einem kostenlosen Shuttle, den das Hotel mehrmals täglich anbietet, kann man die Altstadt gut erreichen.
Nach dem Abendessen in der Altstadt stand noch ein Höhepunkt auf unserem Programm. Mit den für Kuba so typischen Oldtimern sind wir durch die Stadt gefahren – ein tolles Gefühl, das nächtliche Havanna mit Straßenkreuzern aus den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts zu erleben.
Spät ging es zurück ins Hotel. Auch auf Kuba spielt die Klimaanlage eine große Rolle. Mein Zimmer war sehr stark gekühlt. Am Morgen habe ich vom Panoramafenster meines Zimmers im 14. Stock noch einmal die beeindruckende Sicht auf Havanna genossen. Dann ging es zum letzten Ausflug – Zigarrenfabrik und Rummuseum.
Es ist interessant zu sehen, wie aufwändig die Produktion der Zigarren ist, dass die Zigarren nach dunklen und hellen Farbtönen sortiert werden sowie dem Vorleser zu lauschen, der die Arbeiter bei ihrer etwas eintönigen Tätigkeit mit Romanen unterhält.
Im Rummuseum erinnere ich mich an eine detailgetreue Miniatureisenbahnanlage, in der der Weg vom Zuckerrohr zum Rum dargestellt wird. Nach einem Schluck Rum am Ende der Führung bin ich aber zu dem Schluss gekommen, dass ich Rum doch besser weiter zum Backen in der Weihnachtszeit verwende oder ab und zu in Cocktails wie dem Daiquiri genieße.
Ein Mittagessen bei der Festung bildete den Abschluss unserer Reise. Dann ging es zum Flughafen, und ich habe glaube, ich zum ersten Mal im Flugzeug einige Stunden richtig geschlafen. Auf einmal hieß es „wir landen in 2 Stunden in München“.
Eine traumhafte Reise mit unvergesslichen Höhepunkten ging zu Ende.
Als Reiseziel empfehle ich Ihnen Kuba vorrangig als Kombination zwischen einer Rundreise und einem anschließenden Strandurlaub. Die Insel hat so eine interessante Geschichte, ein landschaftlich reizvolles, grünes Inselinneres, detailreiche, faszinierende Städte voller Kultur, dass sich dem Besucher, neben einem Urlaub am Traumstrand, viele interessante Perspektiven der Insel erschließen, welche zu Recht als "Königen der Antillen"gilt.
Unser Reisebüro berät Sie bei Ihren Fragen zu Kuba und ist Ihnen bei der Planung Ihrer Urlaubsreise gern behilflich. Wir freuen uns auf Sie!
Birgit Eisfeld
Reisebüro Dietzel GmbH
Winnender Str.10
71404 Korb
Telefon 07151/930900
Fax 07151/930935
E-Mail birgit.eisfeld@reisebuerodietzel.de

