Marokko - eine orientalische Verführung

Marokko - eine orientalische Verführung

Detailinformationen:

 
Marokko -  eine orientalische Verführung
 
Wenn man von Marokko spricht denkt man unweigerlich an die Königsstädte wie Rabat, Fes, Meknes, Marrakesch, oder an den orientalischen Zauber eines arabischen Landes.
Ende Oktober 2010 waren wir auf einer Inforeise in Marokko.
Von München aus ging es mit der Royal Air Maroc direkt nach Marrakesch. Der Flughafen ist relativ klein und so mussten wir vom Flugzeug bis zum Flughafengebäude zu Fuß gehen. Bei der Passkontrolle wurden wir auf eine harte Probe gestellt. Nach dem Ausfüllen eines Einreisepapiers ging es sehr schleppend voran, wobei einige Mitreisende dieses nicht ausgefüllt hatten, was dann noch länger dauerte. Tipp: gleich ein Formular für die Ausreise mitnehmen, denn dann folgt das gleiche Prozedere.
Marrakesch, die Stadt mit den rosafarbenen Mauern aus gestampftem Lehm, wird auch die „Rote Stadt“ genannt. Innerhalb dieser Festungsmauern herrscht ein buntes Treiben. Die meisten der Sehenswürdigkeiten befinden sich innerhalb dieser Mauern. Die Moschee la Koutoubia mit ihrem Minarett von 77 m Höhe wird bei Nacht angestrahlt und gilt deshalb auch als „Leuchtturm“ von Marrakesch. Der Platz Djemaa el Fna erwacht nach Sonnenuntergang zu quirligem Leben mit seinen Erzählern, Wahrsagerinnen, Schlangenbeschwörern und Gauklern. In den Souks der Medina kann man günstig marokkanische Handwerkskunst, Gewürze und eine Vielfalt anderer Gegenstände erwerben. Für den Kulturinteressierten gibt es viele Gebäude, Paläste und Museen zu besichtigen.
Marrakesch besteht eigentlich aus zwei Städten: der Altstadt mit der sie umgebenden ockerfarbenen Mauer und dem neuen Stadtviertel „Gueliz“, in der sich die neu errichteten Hotels und einige westlich orientierte Geschäfte niedergelassen haben.
Von Marrakesch ging es dann durch Wüstengebiet Richtung der Stadt Essaouira am Atlantik. Unterwegs konnte man große Plantagen des Arganbaums sehen, aus dessen nussartiger Frucht Öl und andere Dinge, vor allem im kosmetischen Bereich, hergestellt werden, diese Produkte sind allerdings nicht gerade günstig zu erwerben.
Essaouira, eine ebenfalls sehr sehenswerte Stadt mit ihrer großen Festungsanlage, zog auch schon immer Künstler an. Vor allem ziehen die kleinen Läden, in den Gassen der Altstadt, jeden Besucher in seinen Bann.
Wegen dem ständigen Wind in der schönen Bucht ist die Stadt auch bei den Surfern beliebt.
Früher lebten und arbeiteten auch zahlreiche Musiker in Essaouira, unter anderem Bob Marley, Jimi Hendrix, die Roling Stones und Andere.
Weiter ging unsere Fahrt - der Küste entlang - nach Agadir. Diese Stadt wurde im Jahr 1960 durch ein Erdbeben völlig zerstört, von der Kasbah stehen nur noch die Schutzmauern. Das „Neue Agadir“ wurde nicht mehr auf der Anhöhe; sondern entlang des Atlantiks errichtet. Sehr großzügig angelegte Alleen und Grünflächen prägen das heutige Stadtbild. Al-Hal, auch der große Souk genannt, begeistert  jeden Besucher. Unweigerlich wird man hier zum Einkaufen animiert. Es entstanden eine Vielzahl von guten Hotels, die nur durch die ca. 5 km lange sehr schöne Strandpromenade getrennt  sind. Alle mit sehr schönen Garten/Poolanlagen und herrlichem, direkten Meerblick. Noch sind die meisten Gäste aus England, Frankreich und Holland, bis jetzt sind hier deutsche Touristen noch nicht so häufig vertreten.
Agadir ist auch auf Nachtschwärmer vorbereitet: Kabarett, Nachtclub,  Kasino, Restaurants, Disko unter freiem Himmel, man hat die Qual der Wahl.
Die marokkanische Küche - hat je nach Region - seine Spezialitäten. Sehr interessante Variationen,  mit vielen Gewürzen zubereitet, kann man genießen. In unserer Gruppe waren wir geteilter Meinung, da viele Speisen, auch das Fleisch, süß zubereitet waren. Bei Vor- und Nachspeisen waren wir wieder einer Meinung, auch hierbei gab es richtig leckere Kompositionen.
Dann war Zeit wieder nach Deutschland zurückzukehren. Am Flughafen in Agadir, wieder zu Fuß zum Flieger,  mit Zwischenstopp in Casablanca. Hier ist wieder  das Flair des internationalen Flugverkehrs. Leider wurden wir dort - auch im Transitbereich - ziemlich „gefilzt“
Marokko ist für einen reinen Badeurlaub eigentlich viel zu schade. Dieses Land mit seiner Kultur muss erforscht und erfahren werden. Wir beraten Sie gern.
 
Siegfried Hnatek
Solino-Reisen

Zurück zur letzten Seite