Mauritius im Ferienhaus

Mauritius im Ferienhaus

Detailinformationen:

Diesmal, bei unserem vierten Besuch auf der Insel Mauritius, wollten wir mal eine Woche in einem Ferienhaus von einem kleinen Mauritiusanbieter (Pink Pigeon Tours) verbringen. Nach einem wunderschönen Landeanflug an diesem Oktobersamstag, der uns in einer langgezogenen Kurve um den Le Morne führte, setzte der komfortable Airbus A 340 der Air Mauritius sicher auf der Landebahn auf. Vorbei an den Schaltern der großen Reiseagenturen in der Flughafenhalle ging es sofort zum Ausgang. Wir werden bereits erwartet, wie auch alle anderen Gäste, die mit unserem Spezialveranstalter unterwegs sind. Wir hatten einen Privattransfer. Unser Ziel dieses Mal: kein Luxus-Hotel, sondern ein komfortables Ferienhaus am Cap Malheureux. Bisher hatten wir immer die erstklassige Hotellerie von Mauritius genossen und waren sehr gespannt, was uns erwarten wird. Nach exakt 65 Minuten kamen wir auf dem Gelände unseres Ferienhauses an. Der Tisch war gedeckt und es roch nach einem wunderbar köstlichen Hühner Curry mit Reis, Salat und kalten Getränken. Roman Duda von Pink Pigeon Tours begrüßte uns recht herzlich und gab uns kurze Erklärungen und Einweisungen. Den angebotenen Einkaufsservice nahmen wir dankend an und beschlossen, den ersten Abend am Haus zu verbringen. Wunderschön ruhig lauschten wir dem Wind und dem Meer, das sich in nur 30m Entfernung von uns akustisch bemerkbar machte. Am nächsten Morgen hüpften wir dann erst einmal in den privaten Pool. Danach stand unser persönlicher Fahrer, wie vereinbart, um 08 Uhr am Haus und brachte uns zur Bucht, um einen Törn mit einem Trimaran zur Ile Plate zu unternehmen. Die ca. zweistündige Fahrt führt vorbei an Coin de Mire, dem Wahrzeichen der Insel, vorgelagert dem Cap Malheureux. Nach mehr als einer Stunde schnorcheln in mäßiger Strömung erwartete uns ein perfektes BBQ auf dem Boot. Einfach köstlich, frischer Fisch, Languste und Huhn. Als wir am Abend unser Haus erreichten, war von unserem Frühstück nichts mehr zu sehen. Alles war sorgsam gesäubert und aufgeräumt, auch unsere Zimmer dufteten frisch. Der nächste Tag sollte dann "etwas anstrengender werden", versprach Herr Duda, der uns auf eine Tour auf den Le Pouce einlud. Keiner der großen Veranstalter hat diese Tour im Angebot und Herr Duda erzählte uns, dass bei schönem Wetter fast die ganze Küstenlinie zu sehen ist. Es gibt einiges Individuelles im Programm, was nicht auf der touristischen Karte steht. Der Transfer nach Moka in den frühen Morgenstunden dauerte eine knappe Stunde und wir standen am Fuße des Berges. Nach etwa anderhalb Stunden wurden wir mit einem herrlichem Ausblick belohnt und beobachteten noch nebenher ein paar spielende Affen. Der gemütliche Abstieg nach Port Louis führte uns durch die Altstadt und einige Armenviertel. Die Menschen jedoch winkten uns freundlich zu und grüßten. In Port Louis selber blieb natürlich Zeit für ein Mittagessen an der Waterfront, einem großen Einkaufszentrum mitten in der Stadt. Mit etwas Glück liegt einer der großen Kreuzfahrtschiffe vor Anker. Am Abend staunten wir dann nicht schlecht als wir uns an einen gedeckten Tisch setzten. Die Hausdame servierte frischen Fisch, Octopussalat, Reis und Kartoffel und als Nachtisch gab es Cocostorte. Schon jetzt war klar, dass wir kulinarisch gegenüber einem Hotel nichts vermissen werden. Im Gegenteil, wir genossen es temperaturtechnisch in kurzer Hose und Shirt zu speisen. Die nächsten beiden Tage verliefen relaxt und unsere Damen erfreute es die Zeit zu nutzen, um die neuen Shoppingzentren in der Grand Baie zu inspizieren. Dieses ist mit einer Fahrt von 10 Minuten mit dem Auto oder 15 Minuten mit dem Bus schnell erreicht. In Grand Baie herrscht schon quirliges Treiben und nach Rückkehr bemerkt man, an welchem paradiesischen Fleckchen wir unseren Urlaub verbringen, dem Cap Malheureux. Es naht der Donnerstag und es hieß noch einmal früh aufstehen. Wir starteten um 05 Uhr morgens mit einem Minibus gen Süden. Black River war unser Ziel. Um 06:15 bestiegen wir ein eigens gechartertes Fischerboot und tuckerten mit 15 (!) PS hinaus auf den Ozean. Nach etwa einer Stunde Fahrzeit  zeigte und gestikulierte unser Bootsmann. Er hatte eine Delfinschule mit etwa 20-30 Tieren entdeckt. Der Motor wurde in den Leerlauf gestellt und wir bereiteten uns zum Schnorcheln vor. Wir sprangen über Board und waren nur noch wenige Meter von den Delfinen entfernt. Wir konnten sie sehen und unter Wasser hören, das hochtönige piepen der Delfine. Viel zu schnell verran die Zeit mit ihnen. Beim Zurückfahren passierten wir viele Ausflugsboote, die sich nun auf die Suche machten, wir hatten es bereits in aller Ruhe genossen. Gegen Mittag stand noch eine kleine Wanderung auf dem Programm, der Black River Nationalpark. Wir sahen die Pink Pigeon, den seltenen Falken und einige Kestrel. Der schweißtreibende Aufstieg hatte seinen Preis, aber er lohnte sich. Hier oben ist man frei, frei von allem Treiben und Hetzen der Gesellschaft. Wir schauten den Vögeln noch eine Weile zu und stiegen hinunter zum Eingang des Parks. Es war unser letzter Abend für diesen Aufenthalt, aber bestimmt nicht unser letzter Abend auf Mauritius. So günstig und einzigartig hatten wir noch nie Urlaub auf Mauritius verbracht.

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