Skireise Whistler
Skireise Whistler
Mit 14 Skibegeisterten war ich im Januar im kanadischen Whistler, der Ort in dem im Jahr 2010 die Olympischen Winterspiele stattfanden. Mit air Canada flogen wir ab Frankfurt über Calgary nach Vancouver und vom Flugplatz fuhren wir per Shuttlebus ca. 3 Stunden nach Whistler in unsere Unterkunft der Summit Lodge. Untergebracht waren wir in Dreier und -Viererstudios, in erster Linie ging es um's Skifahren und nicht um die Unterbringung, die Studios der Summit Lodge waren aber gut ausgestattet, alle incl. einer Küchenzeile mit Herd und Kühlschrank, darin konnten wir unsere mitgebrachten Wurstkonserven super kühl halten! Fürs eingekaufte Bier war natürlich auch noch genügend Platz.... Die Summit Lodge liegt zentral in Whistler Village und Shops, Bars und Restaurants liegen in unmittelbarer Nähe. Zu den Gondeln geht man ungefähr 15 Minuten oder man benützt den hauseigenen kostenfreien Shuttle. An der Talstation hat man dann die Wahl: entweder Lift/Gondel auf den Blackcomb Mountain oder Gondel auf den Whistler Mountain. Mittlerweile verbindet eine riesige peak-to-peak Gondel die beiden Skiberge, und man kann bequem die Berge wechseln, das war früher als ich das erste Mal in Whistler war nicht der Fall und man mußte sich für einen Berg am Tag entscheiden. Eine Fahrt mit der peak-to-peak Gondel ist ein Erlebnis, die Kabinen sind nummeriert und an den Stationen gibt es Hinweise für Gondeln mit einem Glasboden! Die Gondeln brauchen 11 Minuten für eine Fahrt, die Strecke ist insgesamt 4,4km lang, der höchste Punkt beträgt 436m über dem Grund. Das Skigebiet beider Skiberge bietet Abfahrten für jeden, auch wir sind am zweiten Tag auf den Geschmack gekommen: jenseits der gebügelten Pisten im Tiefschnee durch die Wälder rauschen, durch unendliche Baumsiedlungen herrlich, man wird wirklich süchtig bis einem am Nachmittag die Kraft verläßt! Wir hatten aber auch richtige Cracks dabei, Ken, Steve, Stöpsel (Stefan) packten die berüchtigte doppelschwarze Couloir extreme und den Big Bang. Aber auch die endlosen Naturpisten beim siebten Himmel forderten uns alles ab. Der absolute Höhepunkt für alle war aber unser gebuchter Heliski Tag. Nach Einweisung in die Lawinenpiepser und Suchgeräte ging es zum Heli Platz. Leider konnten wir aufgrund von Nebel im Tal am ersten Tag nicht aufsteigen, so mußten wir auf Wetterbesserung warten. Auch am Tag danach kein Glück, erst beim dritten Anlauf dann das Erlebnis: mit dem Heli auf die Gipfel. Wir haben uns in zwei Gruppen aufgeteilt, einer Perfekt- und einer Intermediate-Gruppe. Ich war bei der normalen und ich nehm's vorweg, wir hatten den besseren Tiefschnee! Leider war es so dass nicht unbedingt von meterhohem Tiefschnee gesprochen werden kann, doch für uns war es in Ordnung und das Gefühl eine Piste hinterzufahren , unberührt war schon klasse. In der Talsohle hatten wir beim Mittagspicknick so viel Schnee dass wir unsere Skier als Hocker benutzten, und es war unglaublich warm, strahlender Sonnenschein! Nach dem Skifahren trafen wir uns alle im Longhorn Saloon um bei einem oder mehreren Pitcher über den Tag zu sprechen. Zum Essen gingen wir dann in kleinere Grüppchen, meistens zum Mongolen oder als absolutem Tipp in die Brewery. Natürlich sind viele von uns noch danach ins Nachleben, das beliebteste war Buffalo Bill's bar. Nach drei Skitagen hatten wir Kaiserwetter, strahlend blauer Himmel und richtig warm, allerdings taute es mit zunehmender Wärme immer mehr. Wir hatten dann auch etwas neues entdeckt, am Gipfel im Restaurant Horstman Hut nahmen wir zum Abschluß des Tages ein Bier und fuhren fast vollkommen alleine die letzte Abfahrt nach Whistler Village hinunter, das war schon ganz großes Kino. Ein weiteres Highlight war am vorletzten Tag die gebuchte Motorschlitten tour. Wir haben mit den Guides ausgemacht dass wir einen separaten Guide erhalten, da fast alle schon gute Erfahrung mit den Motorschlitten hatten. Das war eine super Sache und hat alle mächtig Spaß gemacht durch die Wälder zu pfeifen und auch noch über einen zugefrorenen See zu speeden. Die Rückreise verlief angenehm, wenn sie auch unheimlich lang war. Wir fuhren mit dem Bus wieder nach Vancouver und flogen mit der Air Canada via Calgary zurück nach Frankfurt. Von dort aus ging es mit dem ICE und einem Bistrobier nach Offenburg. Bis zum nächsten Trip Euer Gerhard Habermehl




