St. Petersburg ;Eremitage;Pushkin

St. Petersburg ;Eremitage;Pushkin

Detailinformationen:

St. Petersburg war Hauptstadt des russ. Reiches vom 18. bis Anfang 20. Jahrhunderts, hat heute knapp 5 Mio. Einwohner und ist damit die nördlichste Millionenmetropole Russlands.
Die Fläche misst 600 km², davon sind 58 km² Wasser.
St. Petersburg wurde auf 44 Inseln gebaut, die durch ca. 600 Brücken verbunden sind.

Newskij Prospekt
Das ist die Petersburger Einkaufs- und Flaniermeile.
Prospekt kommt vom lateinischen prospectus = Aussicht und ist im russischen die Bezeichnung für eine Hauptstraße.
Der Newskij Prospekt wurde bereits 1712 im Auftrag Peter des Großen als Verbindungsstraße zwischen Admiralität und Schiffswerft angelegt.
Er ist mit seiner Länge von fast 4,5 km, seiner Breite von fast 60 Metern sowie rund 200 Prachtbauten die standesgemäße Hauptstraße der Stadt.
Seinen Beinamen „Newskij“ erhielt der Boulevard vom Nationalhelden Alexander Jaroslawitsch Newski der 1240 die Schweden besiegt hatte.
Auf dem Newskij Prospekt entlang finden wir mit der Hausnummer 17 das Palais des Grafen Stroganow.
Das Palais ist seit 1991 eine Zweigstelle des russ. Museums.
u.a. gibt es hier auch ein sehenswertes Wachsfigurenkabinett und ein Schokoladenmuseum zu besichtigen.

Die Christi Auferstehungskirche auch Blutskirche genannt.
Die wunderschöne, an die Moskauer Basilius Kathedrale erinnernde Kirche, wird auch Erlöserkirche genannt.
Sie wurde von 1883-1907 erbaut und mit zahlreichen Mosaiken verziert.
Man errichtete sie an der Stelle, an der auf Kaiser Alexander II am 01. März 1881 ein tödliches Attentat ausgeübt wurde.
Die Architekten Alfred Parland und Ignati Malyschew haben das Gotteshaus erschaffen.
Alexander der III hatte die Kirche an der Stelle erbauen lassen, wo sein geliebter Vater einem Attentat zum Opfer fiel.
Die Blutskirche ist die einzige Petersburger Kirche mit den typischen russischen Zwiebeltürmen, denn Peter der Große, der Stadtgründer hatte eigentlich den Bau solcher Türme untersagt.
Alexander der III setzte damit allerdings ein Zeichen gegen die westliche Architektur der Stadt.
Bei der inneren und äußeren Kirchengestaltung dominieren die schönen Mosaike.
An der Außenfassade sind 20 rote Granittafeln angebracht, die wichtige Stationen aus dem Leben des ermordeten Zaren zeigen.
Das Innere der Kirche ist nach aufwändigen Restaurierungsarbeiten als Mosaikmuseum zugänglich. Für die Mosaike wurden zahlreiche ital. Marmorarten und russ. Halbedelsteine verwendet.
Der Hauptbau wird gekrönt von 5 Kuppeln, neben ihm steht ein Glockenturm mit einer Goldkuppel.
Einen besonders schönen Blick haben sie von der Bankbrücke über dem Gribojedow Kanal.
Admiralität
Um die junge Stadt vor den Angriffen der Schweden zu schützen baute Peter der Große 1711 diese befestigte Werft gegenüber der Peter und Paul Festung, die Admiralität.
Durch die russischen Schiffe, die hier vom Stapel liefen, baute Russland seine Position als Seemacht aus.
Peter und Paul Festung
Gleich neben der Admiralität finden sie die schon eben erwähnte Peter und Paul Festung
Das ursprünglich als militärische Befestigungsanlage geplante Bauwerk kam nie in dieser Funktion zum Einsatz.
Ab 1717 wurde es hauptsächlich als Gefängnis genutzt.
Heute ist die Anlage ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen und Einheimische. Pünktlich um 12 Uhr ertönt tägl. ein Kanonenschuss. Auf dem Gelände befindet sich auch die Peter und Paul Kathedrale .
Sie ist die älteste Kathedrale der Stadt und das Herzstück der Peter und Paul Festung.
21 Jahre Bauzeit im frühbarocken holländischen Stil erbaut.
Mit einer goldenen Turmspitze , die zu den Wahrzeichen der Stadt gehört und einem 122 Meter hohen Glockenturm, der lange Zeit der höchste Russlands war.
In der Kathedrale wurden seit dem 18. Jahrhundert die meisten Zaren in weißen Marmorsärgen bestattet.
1998 konnten auch die Mitglieder der letzten Zarenfamilie in der Peter und Paul Kathedrale bestattet werden.
Wie von Peter dem Großen befohlen, war der 122 Meter hohe Turm das höchste Bauwerk der Stadt.
Das Innere der Kathedrale zieren wunderschöne Wandmalereien und Trophäen aus dem nordischen Krieg.
Obwohl für eine russisch orthodoxe Kirche nicht üblich, hat die Peter und Paul Kathedrale eine Kanzel.
Vermutlich wurde sie 1902 zur Exkommunizierung von Tolstoi das erste Mal benutzt.
Direkt neben der Kathedrale befindet sich noch die Grabkapelle und eine Grabstätte für die Zarenverwandten.
Hier können Sie auch an einer Gesangesdarbietung der ansässigen Mönche teilnehmen , deren CD’s man auch erwerben kann.
Eremitage
Die Eremitage im Winterpalast St. Petersburgs.
Nicht nur für Kunstliebhaber, sondern für alle die Zeit und Muße haben ist ein mind. halbtägiger Besuch der staatl. Eremitage unbedingt zu empfehlen.
Die Eremitage ist das am stärksten frequentierte Museum Russlands und zentraler Bestandteil der zum UNESCO Weltkulturerbe zählenden St. Petersburger Innenstadt.
An die 3 Mio. Besucher schreiten im Jahr über die großzügige und prunkvolle Jordan Treppe in das weltberühmte Museum.
Neben traditionellen Ausstellungsräumen im Winterpalast, der kleinen, großen und neuen Eremitage und dem Eremitage Theater gibt es inzwischen sogar noch Ausstellungsräume im Ostflügel.
Mit Kunst von der Urzeit bis zur Gegenwart ist die Sammlung von mehr als 3 Mio. Kunstgegenständen ein Museum der Superlative.
Verteilt auf etwa 1000 Räume in 7 Palästen sind Gemälde, Grafiken, antike Statuen, Münzen und Goldschmuck zu besichtigen.
Ehrfürchtig kann man vor den Werken von Albrecht Dürer, Vicent van Gogh, Leonardo da Vinci, Rembrandt, Monet und Pablo Picasso stehen.
Pushkin :
Etwa 20 Kilometer außerhalb von St. Petersburg befindet sich das malerische Städtchen Pushkin mit seiner prächtigen Zarenresidenz, die Anfang des 19. Jahrhunderts zum beliebten Wohnsitz der Herrscherfamilie wurde.
Ein Pilgerziel für viele Touristen aus aller Welt ist der Katharinenpalast.
Peter der Große ordnete an, dass in der Umgebung seiner neu gegründeten Hauptstadt Lust- und Vergnügungsschlösser errichtet werden sollten. Er ließ dort einen kleinen Palast bauen und schenkte es seiner Frau Katharina der I. Die Tochter Elisabeth baute es dann um und nannte es Katharinenpalast.
Auch Katharina die Große liebte diesen schönen Ort und beauftragte den ital. Hofarchitekten Rastrelli mit dem Bau eines Palastes.
Nach ihren Wünschen entstand ein prunkvoll gestalteter Park mit Kapellen, Pavillons und Lauben.
Trotz all dieser Pracht verdankt der Katharinenpalast hauptsächlich seine Berühmtheit dem legendären Bernsteinzimmer.
Der Katharinenpalast hat eine Fassade von 300 m Länge und ist ein barockes Kunstwerk in den Farben weiß, blau und gold.
Besonders sehenswert sind im Inneren der Kavalierspeiseraum und der große Thronsaal mit seinen unzähligen Spiegeln, Lustern und der goldenen Verzierung.
Beeindruckend sind ebenso der für Empfänge konzipierte Große Saal mit dem mächtigen Deckengemälde „Russlands Triumph“ der Bildersaal und der Portraitsaal.
Pushkin, der große russische Dichter, verbrachte hier sechs Jahre seines Lebens weshalb das Zarendorf in Pushkin umgetauft wurde.
In einem Anbau des Katharinenpalastes ist ein Pushkin Museum untergebracht.

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