Venedig - Stadt im Wasser
Venedig - Stadt im Wasser
Land: Italien
Thema: Karneval | Kurzurlaub | Städte
Telefon: 07631/799026
Datum: 22 Oktober 2009
Gabriel Barilly schreibt über Venedig, auch Donna Leon tut es und allen voran tat es Thomas Mann. Diese Stadt hat viele Facetten: Unendlich grau kann sie an einem feuchten Tag im Winter sein, wenn der Marcusplatz unter Wasser steht und die Gassen menschenleer sind. Und wenn die Touristenströme die Brücken verstopfen verändert sich das Grau in eine farbenfrohe Vielfalt.
Wir möchten Sie in ein lebendiges, sonniges Venedig führen, damit Sie die Stadt lieben lernen. Ich hatte nie den Wunsch Venedig zu sehen: "Zu kitschig, zu oft gefilmt, zu teuer, zu viele fotografierende Touristen" dachte ich. Im April sagte eine Freundin: „Lass uns nach Venedig fliegen“. Es war um Ostern herum und schlimmer kann man es ja in einem katholischen Land kaum treffen, denn selbst die Einheimischen verreisen da – und was soll ich sagen: Ich bin dieser Stadt vom ersten Augenblick an verfallen. Venedig verzeiht man jeden Kitsch, man lächelt im Café auf dem Markusplatz über die unverschämten Preise und man findet Gassen und Kirchlein auf dem Streifzug durch die Stadt, wo nicht ein einziger weiterer Tourist zu sehen ist.
Wenn Sie am Flughafen ankommen, dann können Sie den Venezia Express nehmen, einen blauen Bus, für den Sie die Fahrkarte am Automaten lösen. Wenn wir ein Hotelzimmer für Sie buchen, dann geben wir Ihnen einen Lageplan mit, denn anders als in Deutschland ist es fast unmöglich, anhand der Adresse etwas zu finden. In Venedig orientiert man sich an markanten Punkten, allen voran an „San Marco“. Hoch ragt der „Campanile“ auf und bietet Orientierungshilfe wie ein Leuchtturm. Der Eintritt in die Basilika von San Marco ist kostenfrei, die Warteschlange unter Umständen sehr lang. Es ist sehr dunkel und fotografieren darf man auch nicht. Bitte beachten Sie unbedingt die Kleiderordnung (bedeckte Schultern, lange Hosen). Empfehlenswerter ist die Fahrt mit dem Lift auf den Turm, um hier die traumhafte Rundumsicht zu genießen.
Mit bequemen Schuhen erobern Sie die Stadt! Gehen Sie in jede Gasse. Sie werden überrascht sein wie malerisch, wie geradezu verwunschen Venedig sich dem aufmerksamen Reisenden präsentiert. Sie entdecken Einheimische, die auf Dorfplätzen unter blühenden Bäumen zusammensitzen, schmale Kanäle zwischen hoch aufragenden grauen Hauswänden, die nicht annähernd vermuten lassen, welche Pracht sich hinter ihnen verbirgt. So lange Sie vor Einbruch der Dunkelheit unterwegs sind, brauchen Sie nicht ängstlich zu sein. Nachts verliert man schon mal die Nerven, wenn man sich im Gewirr der Gassen verlaufen hat und weit und breit kein Mensch zu sehen ist, den man fragen kann, wo der Campanile sich versteckt…
Natürlich gehören auch die ausgetretenen Touristenpfade zu einem Venedigbesuch dazu! Entdecken Sie die Stadt rechts und links des „Canal Grande“ – an welchem die märchenhaftesten Hotels zu finden sind! Besichtigen Sie die „Seufzerbrücke“ und drücken Sie sich am „Rialto“ herum, um Souvenirs zu kaufen. Fahren Sie mit dem Vaporetto nach „Giudeccha“ – fahren Sie überhaupt mit dem Vaporetto – Eine Fahrt über 1 Stunde kostet 6,50 Euro. Es gibt auch Fahrkarten über 12 Stunden für 16 Euro, über 24 Stunden für 18 Euro, 36 Stunden für 23 Euro und so weiter – eine Woche kostet EUR 50.- und wenn Sie so lange da sind, sollten Sie diese erwerben. Die 24- und 72-Stunden-Fahrscheine berechtigen auch zur Nutzung der Busse auf dem Lido, den habe ich nicht gesehen und spare ihn aus diesem Grund in meinem Bericht auch aus. „Murano“, die Glasinsel und „Burano“, die bei Fotografen beliebte Insel mit den bunten Häusern kann ich zwar als Ausflugsziele nennen, habe jedoch auch diese nicht gesehen. Ich hatte 5 Tage ausreichend damit zu tun, mich dem Innersten von Venedig zu nähern, die oben genannten Ziele sind beim nächsten Besuch dran.
Es gibt unzählige Museen in dieser Stadt. Absolut sehenswert und weltberühmt ist die „Sammlung Peggy Guggenheim“. Bedeutende Werke europäischer und amerikanischer Kunst sind hier im „Palazzo non finito“ zu finden – im so genannten „unvollendeten Palast“ am Canal Grande, dem ehemaligen Wohnhaus von Peggy Guggenheim. Wer Museen liebt, der besucht auch das „Museum für Moderne Kunst“ – untergebracht in einem Palazzo mit prachtvoller, barocker Außenfassade im „Ca’ Pesaro“.
Ganz begeistert war ich von den Märkten, die ich entdecken konnte. Hier wird Schinken an die gebeugte, venezianische Großmutter verkauft, buntes Gemüse an die temperamentvollen Hausfrauen und grelle Kleider an die Jugendlichen. Ausgestopft hängen Wildschwein- und Rehköpfe am Stand, um die Kunden herbeizulocken und man hat das Gefühl, man ist zu Hause, wenn man in der kleinen Bar am Rande des Dorfplatzes einen Espresso trinkt.
Kommen Sie nach Venedig – Sie werden restlos begeistert sein. Wir beraten Sie bei der Wahl Ihrer Unterkunft, denn hier ist von Punk bis Prunk alles möglich. Und wir versprechen Ihnen: Venedig wird eine Liebe für’s Leben!




