Walbeobachtungen-GROOTBOS Nature Reserve und Gardenroute
Walbeobachtungen-GROOTBOS Nature Reserve und Gardenroute
Land: Südafrika
Thema: Abenteuer | Designhotel | Individualisten | Tierbeobachtungen
Telefon: 07631/799026
Datum: 22 Oktober 2009
Wer Kapstadt gesehen hat und sich in Richtung Osten bewegt, der trifft nach ca.1-2 Stunden Autofahrt auf das wunderschöne Naturreservat Grootbos. Vor ca.15 Jahren habe ich bei einer Veranstaltung des südafrikanischen Fremdenverkehrsamtes einen Vortrag des Gründers und Besitzers dieser Lodge gehört. Ich war so begeistert, dass ich mir vorgenommen hatte, irgendwann selbst dorthin zu reisen. Zu meinem Geburtstag habe ich mir diesen Wunsch erfüllt und es war ein einmaliges Erlebnis! „Nachhaltigkeit“ wird groß geschrieben, und jeder, der die Lodge besucht, merkt sehr schnell, dass dies nicht nur ein leeres Wort ist. Hier trifft Ökotourismus auf Luxusunterkunft in geschützter Natur. Wunderbar harmonisch liegen die beiden Lodges aus Stein und heimischen Hölzern („Forest-Lodge“ und „Garden-Lodge“) am Hang von Gansbaai, eingebettet in Fynbos auf einem fast 1000 Hektar großen Gebiet.. Dieses Wort ist holländisch und bedeutet: Feiner Busch. Entlang der Küste über nahezu 200 Kilometer bis kurz vor Port Elizabeth erstreckt sich dieser Busch als Vegetationsstreifen die Küste entlang. Aus Grotboos hat man vom Hügel einen unglaublichen Blick über die Walker Bay. Zwischen Juli und Dezember kann man dem faszinierenden Schauspiel beiwohnen, wie sich Wale dort mit ihren Jungen in der Bucht tummeln. Die 23 Wohneinheiten gewährleisten absolute Privatheit. Familien fühlen sich in der urigen Garden-Lodge wohl, Paare in den stylishen Villen der Forest-Lodge. Diese Villen bestehen aus Wohnzimmer mit Kamin, Schlafzimmer mit extra langem Bett und sehr großem Badezimmern. So kann man beim Baden auf den indischen Ozean blicken. Natürlich gibt es möblierte Terrassen und viele Wohneinheiten haben auch einen eigenen Pool. Besonders schön fand ich, dass jede Villa mit einem Fernglas ausgestattet ist, um jederzeit die Bucht zu beobachten oder die Vögel, die sich in den Bäumen tummeln. Das Entrée im Hauptgebäude der Forest-Lodge ist so konzipiert, dass sich dem Besucher durch eine riesige Glasfront der Blick über die gesamte Bucht öffnet. Auch hier steht ein Fernrohr zur Verfügung. Der gemütliche Loungebereich lädt am Abend zum Austausch der Tageserlebnisse ein und die hervorragende Küche rundet das Wohlfühlambiente ab. Viele Zutaten für das Essen werden selbst angebaut. Es gibt Tiere, vom Rehkitz über Schäfchen, die mit der Flasche großgezogen werden. Überall gibt es Pflanzen, die nur hier wachsen und nirgendwo sonst auf der Welt. Man kann sich durch den „Milkwood“ führen lassen, eine Kräuterwanderung machen und auch Kinder werden hier spielerisch an den Gedanken herangeführt, dass Natur ein kostbares Gut ist. Der Höhepunkt dieser Reise ist natürlich ein Bootstrip, um Wale ganz aus der Nähe zu sehen. Wir waren mit einem kleinen Boot unterwegs, das vom Besitzer extra für solche Ausflüge gestaltet wurde, und das folgendes Motto im Kapitänsunterstand hat: „Life – an adventure to be lived, not a problem to be solved“ – das Leben ist ein Abenteuer, das man leben soll und nicht ein Problem, das es zu lösen gilt. Unser Ausflug führte uns nach Dyer Island. Hier leben ca. 60.000 Robben und Seevögelkolonien. Nehmen Sie sich ein Tuch mit, das Sie sich vor den Mund und die Nase binden können, denn der Gestank, den der Wind herüberbläst, ist bestialisch! Im seichten Wasser sehen wir plötzlich einen mächtigen schwarzen Schatten: Ein weißer Hai auf der Suche nach Nahrung. Für wen das noch nicht nah genug ist, der macht ein „Great white shark cage diving“. Die abenteuerlustigen Reisenden, die tauchen, können den Haien so noch näher kommen. In einem Käfig wird der Taucher hinab gelassen. Es werden blutige Fleischstücke ausgeworfen und der Tourist steht Auge in Auge dem hungrigen Hai gegenüber, der von den blutigen Brocken angelockt wird und aggressiv mit seinem riesigen Maul an die Stäbe des Käfigs knallt. Eine Touristenattraktion, auf die ich gut verzichten kann. Und endlich entdecken wir die Wale. Diese riesigen Tiere zu sehen, die sich aus den Fluten des Ozeans erheben, dann und wann mit ihren Schwanzflossen schlagen, immer ihre Babywale im Schlepptau – das ist unvorstellbar schön. Der Kapitän weiß Geschichten zu erzählen Er kennt die Tiere, die jedes Jahr kommen, mit Namen, er hält sie anhand der Narben, die sie von Menschenhand oder Schiffsschrauben davongetragen haben, der Zeichnungen oder ihrer Form und ihrer Größe auseinander. Er weiß, wenn ein Tier nicht am Ziel seiner Wanderung in der Gansbaai angekommen ist, und er freut sich über jeden Wiederkehrer. Auf dem Boot ist es still, die mächtigen Wale, der riesige Hai – wir werden einiges zu erzählen haben, wenn wir wieder zu Hause sind. Die Grotboos Foundation hilft nicht nur die Natur zu bewahren, sie hat auch soziale Projekte ins Leben gerufen. Es werden junge Menschen gefördert und manch einer findet hier seinen verantwortungsvollen Platz. Die gesamte Atmosphäre ist geprägt von Respekt und liebevollem Miteinander, die sonst übliche Anonymität eines Luxusresorts weicht behaglicher Privatheit. Wenn Sie das auch erleben möchten, dann freuen wir uns, Ihnen eine Reise auszuarbeiten, Ihr REISETRÄUME-Team vom IT-Reisebüro.



