Weltkulturerbe Chichén Itzá - die Maya in Mexiko

Weltkulturerbe Chichén Itzá - die Maya in Mexiko

Detailinformationen:

Als ich Mexiko zu meinem Urlaubsziel erwählte, da schwebte mir ein geruhsamer Badeaufenthalt vor. Gerade im Januar oder Februar ist der Gedanke überaus verlockend, in der Wärme der Karibik am Strand entlang zu spazieren. Womit ich nicht gerechnet hätte, wie unglaublich packend mein erster Besuch eines der größten Kulturdenkmäler unserer Erde werden würde. Chichén Itzá wurde vor 21 Jahren zum Weltkulturerbe erklärt und ist eine der am besten restaurierten Maya Stätten, die weltweit zu finden sind.

Ich habe die „Sunrise Tour“ gebucht und erwartete, den Sonnenaufgang womöglich über der großen Pyramide zu sehen.
Die Pyramide ist 24 Meter hoch und darf, seit eine Touristin abstürzte und sich tödlich verletzte, nicht mehr bestiegen werden. Sie trägt den Namen Pyramide von Kukulkan und entspricht einem Jahreskalender.

Zur Tag- und Nachtgleiche versammeln sich an dieser Pyramide jährlich viele Tausend Menschen, um dem einzigartigen Schauspiel beizuwohnen, wie die Treppenstufen der Pyramide in der untergehenden Sonne einen Schatten werfen, der aussieht, als würde sich eine Schlange herunterschlängeln, um dann ihren Kopf auf die unterste Stufe zu legen.

Wir waren fast 2 Stunden mit dem Bus unterwegs, und die Sonne war schon längst aufgegangen – meine Enttäuschung war schnell verflogen, als ich feststellte, dass außer unserer Gruppe nicht ein einziger Mensch auf dem riesigen Gelände zu sehen war. Das ermöglichte unserem Führer, uns nicht nur die Sternwarte und die Pyramide in aller Ausführlichkeit zu erklären, sondern auch die unglaubliche Akustik vorzuführen.

An bestimmten Stellen klingt ein Händeklatschen wie der Schrei eines Adlers, an anderen Stellen wiederum, vervielfacht sich ein Händeklatschen zu einem Achtfachen, und mit wenig Menschen kann man ein akustisches Feuerwerk entfachen, als wären Tausende versammelt.

Die Sternwarte, das Observatorium, ausgerichtet auf die Venus ist ein weiterer Beweis für die unglaublichen Berechnungen der Baumeister, die diese Kunstwerke immerhin vor mehr als 1300 Jahren erschufen.
Die Maya waren Meister der Mathematik, sie entwickelten einen präzisen, in Hieroglyphen geschriebenen Jahreskalender, den Forscher im 21.Jahrhundert noch immer mühsam entschlüssen.
Sie schufen monumentale Bauwerke und hatten spannende religiöse Bräuche. Ob Pelote, das Ballspiel der Häuptlinge, diesen religiösen Bräuchen zuzuordnen ist, oder eben nur ein Spiel war, an dessen Ende dem Sieger die Ehre zuteil wurde hingerichtet zu werden, und somit in den Schoß der Götter zurückzukehren - darüber kann man diskutieren.

Mexiko hat viel zu bieten, wie Sie sehen!
Natürlich kommen auch Sonnenhungrige und Taucher auf ihre Kosten. In Cenotes - den Höhlen, die in Yucatan so zahlreich zu finden sind, und den Maya als Frischwasserzufuhr und offenbar auch als religiöse Opferstätten dienten- in diesen Höhlen können Besucher heute tauchen und baden.
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